WordPress Hosting – worauf es ankommt

Zunächst mal ist WordPress ein System, das mit PHP als Scriptsprache und MySQL als Datenbank arbeitet. Jedes Hosting-Paket, das man für WordPress verwenden möchte, braucht diese beiden Features also auf jeden Fall – und normalerweise ist das auch Standard. Hat man ein besonders billiges Hosting gefunden, dann liegt das meist daran, dass keine MySQL-Datenbanken inklusive sind. Die aktuell notwendigen Voraussetzungen kann man jederzeit aktuell hier nachlesen.

Oft übersehen: Das Hosting-Paket ist kein unwesentlicher Faktor für SEO. Langsame Lade- oder Reaktionszeiten signalisieren Google&Co: Diese Seite ist nicht weiter wichtig. Für dich ist deine Seite aber vermutlich sehr wichtig, denn du wirst dir viel Mühe damit machen und vielleicht willst du damit sogar Geld verdienen.

Kostenloses WordPress-Hosting?

Um es kurz zu machen: Nein! Wenn du nur kurz etwas testen möchtest, ist das OK, aber kostenlose Hoster haben zu oft Begrenzungen, die für WordPress nicht ausreichen. Da installiert man typischerweise ein weiteres Plugin und schon ist die Seite nicht mehr erreichbar, weil man das Memory-Limit überschritten hat. Das ist den Ärger nicht wert. Und wenn die Begrenzungen nicht so hoch sind wird normalerweise Werbung geschaltet. Wie auch immer man es dreht – man wird nicht so recht zufrieden sein.

Worauf muss man bei der Hosting-Auswahl achten?

3 Faktoren sind entscheidend: Geschwindigkeit, Sicherheit, Verlässlichkeit. Aber noch wichtiger die Frage: Was willst du tun? Denn danach entscheidet sich, welcher Hosting-Provider für deine individuelle WordPress-Installation richtig ist.

Alle hier beurteilten WordPress-Hosting-Pakete sind Shared-Hosting-Pakete – das bedeutet, dass man einen Server mit mehreren „Mietern“ teilt. Das kann gutgehen, muss aber nicht – wie in einem Mietshaus. Man kann nette Nachbar haben, oder auch nicht. Weniger nette Nachbarn klauen einem die Power des Servers und so kommt es, dass die eigene Seite langsam läuft. So erklären sich übrigens auch sehr unterschiedliche Erfahrungen mit dem gleichen Hosting-Provider. Es kommt oft einfach auf die „Nachbarn“ an. Oft ist bei solchen Problemen eine Mail an den Provider hilfreich. Gute (teure) Provider monitoren die Server und reagieren von selbst. Wenn die eigene Seite allerdings selbst Fahrt aufnimmt, kommt man oft nicht drum herum, ein höheres Hosting-Paket oder sogar einen eigenen Server.

Wie viele MySQL-Datenbanken und Domains braucht man?

Als vorteilhaft hat sich erwiesen: 1 Datenbank pro WordPress-Installation. Anfangs denken sich viele, dass Ihnen eine WordPress-Installation genügt. Bei vielen mag das auch wirklich der Fall sein. Oft stellt man aber fest, dass man Freude an der Arbeit mit WordPress findet und auch gern mal etwas anderes ausprobieren will oder eine weitere Website aufziehen möchte. In diesem Fall ist man froh, wenn man nicht den Provider wechseln oder schon bald ein teureres Paket wählen muss. Das gleiche gilt im Prinzip für die Domains – für jede Website eine eigene. Die Größe einzelner Datenbanken begrenzt sich eher durch die Performance als durch den angebotenen Speicher.

Weitere notwendige Features

mod_rewrite: Das ist ein Modul des Apache-Servers, auf das man Zugriff haben sollte. Es geht theoretisch auch ohne, aber dann kann man SEO vergessen. Und da kaum jemand Websites macht, damit sie nicht gefunden werden, kommt das auch für kaum jemand in Frage. Wofür braucht man mod_rewrite? Für die sogenannten Permalinks, also die Links, über die ein Blogpost oder eine Seite permanent erreichbar ist.
Mit mod_rewrite: www.achimkirchmeier.de/dein-post-titel-den-google-versteht
Ohne mod_rewrite: www.achimkirchmeier.de/?p=15
Das macht für Suchmaschinen einen gewaltigen Unterschied!

Speicherplatz: Die meisten Hosting-Provider bieten mehr an, als man braucht. Hier im Vergleich für WordPress Hosting haben wir Angebote zwischen 2 und 10 GB. Da muss man schon viel hochladen, um diese Menge auszunutzen. Bitte aber denken an Backups und auch ruhig mal einen Blick in die Zukunft werfen. Sollen viele hochwertige Fotos verbloggt werden? Dann sind 2GB vielleicht schon bald knapp.

E-Mail-Postfächer: Entscheidend ist vielen Experten zufolge normalerweise nicht die Menge an Postfächern oder Weiterleitungen, sondern der verfügbare Speicherplatz bzw. Speicherplatz pro Postfach. Die meisten bieten automatisch IMAP an – darauf sollte man Wert legen.

Probleme einplanen – was dann?

Es ist gut, wenn man sich über die Qualität des Supports im Internet umhört. Man darf aber nicht den Fehler machen, gleich dem ersten Bericht zu glauben. Frustrierte oder unzufriedene Kunden übertreiben außerdem gern mal. Eine gute Idee ist, vorab mal eine wenig intelligente Anfrage zu stellen. Wenn trotzdem innerhalb eines vernünftigen Zeitraumes eine brauchbare Antwort kommt, die den Fragenden ernst nimmt, ist der Support gut.

Ein anderer Fall, in dem Probleme auftreten, ist, wenn man selbst einen Fehler gemacht hat. In diesem Fall ist man dankbar, wenn der sachkundige Support ein Backup einspielen und alles „ungeschehen machen“ kann. Werden Backups selten gemacht, dann hat man die Arbeit verloren, die man seit dem letzten Backup investiert hat.

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